Träume zum Jahreswechsel

Dezember 18, 2011

Träume dieser Art an Luther King erinnern,
der den Apartheidsmissstand energisch und feurig bekämpfte.
Mein Traum enthält das Ende vieler sozialer Probleme:
So lernen alle Menschen auf Erden Verantwortung haben;
Reiche von selbst ihre helfende Hand gegen Arme ausstrecken,
von ihrem Überfluss spenden zum Wohl der Nachbarn, die darben,
Institutionen auch stützen, die zum Wohle aller aktiv sind.

Träger von Amt und Mandat entdecken Verantwortung neu und
unterstützen gute Ideen, auch wenn sie vom „Gegner“
stammen, wirken parteiübergreifend zum Volkswohl zusammen.
Auch überdenken sie sehr genau Steuerausgaben,
halten Gemeineigentum genauso wie ihr privates.

Leistungsträger und Prominente benutzen ihr Image nur,
um auf Unrecht und Unterdrückung im In- und  im Ausland
hinzuweisen und Gerechtigkeit auch im Einzel-
fall zu fordern. Auch lehnen sie jede Bevorzugung ab und
fördern Kinder aus armen Familien in jeglicher Hinsicht.

Patenschaften entstehen, wo Ruheständler viel Zeit schenkt
Jugendlichen, denen keine Familie vergönnt ist.
Anerkennung und Wertschätzung Leistungsmotivation stützt,
wenn mit Vertrauen sich paart, was immer an Hilfe gebraucht wird.

Sparvorschläge der Politik betreffen die Reichen
stärker als Arme und Subventionen, die Reiche bereichern,
werden ersatzlos gestrichen. Auch gehn Mandatsträger künftig
mit gutem Beispiel voran und verzichten auf unangemess’ne
finanzielle Besserstellung auch nach dem Mandat noch.

Alle Menschen weltweit wachsen an Mitverantwortung!

Kritik Angela Merkel

September 2, 2011

Ausdruck und Eindruck von Macht, sie müssten zusammen bestimmen,
was der Gesellschaft verleiht Wert und Solidarität!
Nur wenn die Macht sich verdeutlicht, so dass auch der Mensch auf der Straße
kann erkennen das Ziel, dann nur sich bildet Vertraun.
Ganz im Nebel erscheint die Vision, sofern eine solche
überhaupt Taten diktiert, auf Entscheidungen wirkt.
Echte Demokratie sucht stets die Mitwirkung aller,
dafür die Medien nutzt, müht sich um Klarheit der Red’.
Leider vermiss ich bei Ihnen trotz Homepage-Aktionen den Standpunkt!
Nicht einmal das, was Sie tun vollständig sich’s mir erschließt!
Aber Vertrauen lebt nun mal vom Eindruck der redlichen Öffnung:
wer glaubhaft sich offenbart, dem wird entsprechend vertraut.

Mancher versteht nicht mehr, warum für die Banken Milliarden
stehn unverzüglich bereit, aber sie wie eh und je
Einschlagen den alten Weg der risikoreichen Geschäfte,
wetten auf Kurse und Zins, Leerverkäuf wie zuvor!
Regeln, so hieß es vordem, riskante Geschäfte der Banken!
Steuern auf’s Bankgeschäft? Keiner spricht mehr davon!
Krise derzeit verstärken die Schulden der südeuropäischen
Länder, die allzu lang schon haben von Schulden gelebt.
Etwas zur Richtlinie:  Außen- und ein Entwicklungsminister
diskreditieren ihr Amt, Last für die Koalition.
Lebt der eine sein Ego, missachtend die Diplomatie, aus,
führt der andre sein Amt weltweit als Wirtschaftslobbyist.

 

Soziale Schieflage der Familien

April 4, 2011

Fatal, aber durchaus symptomatisch in einer Gesellschaft, in der Kinderlärm laut richterlicher Entscheidung als störend und Kindergärten daher in einer Wohngegend für unzumutbar erklärt werden, mutet die augenblickliche Situation von Familien mit Kindern an, die bereits vor 10 Jahren durch einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts grundlegend geändert werden sollte. So gut wie nichts ist in der Zwischenzeit politisch geschehen. Weder wurde das Familieneinkommen der Anzahl der Kinder angepasst, noch wurden Kindererziehungszeiten entsprechend der höchstrichterlichen Forderung auf die Rente angerechnet.
Alle wissen, dass die Renten auf einem Generationenvertrag basieren, und dass dieser Generationenvertrag kollabiert, wenn immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner zu „schultern“ haben. Immer noch muss allerdings die Entscheidung für Kinder als ein Armutsrisiko gelten: die Entscheidung eines Elternteils, nur Teilzeitarbeit zu leisten, um der Verantwortung gegenüber den Kindern Rechnung zu tragen, führt zu einem verminderten Rentenanspruch; wenn weder eine Teilzeitarbeit noch eine bezahlbare Betreuungsmöglichkeit für die Kinder verfügbar ist, droht der Absturz in die Armut. Kinder, die in Armut aufwachsen, können auch nach den aktuellen Betimmungen kaum ihren Begabungen gemäß gefördert werden. Das mindert ihre Aussichten, in gut bezahlte Berufe zu kommen, um entsprechend den Generationenvertrag weiter stützen zu können. Schlecht ausgebildete Kinder sind im Arbeitsprozess nicht zu integrieren; sie werden in das Heer der Arbeitslosen eingegliedert. Der soziale Unfrieden ist vorprogrammiert.
Mütter und Väter von Kindern haben nur in Ausnahmefällen die Möglichkeit, in irgendeiner Weise vorzusorgen, sich zu erholen, Eigentum zu erwerben; wer wundert sich, dass immer weniger Kinder geboren werden. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Geburtenrate halbiert. Während vor 10 Jahren noch jedes 75. Kind in Armut lebte (heute spricht man von prekären Verhältnissen), trifft die Armut heute schon jedes 5. Kind.
Inzwischen werden Familien mit Kindern, wenn die Eltern pflegebedürftig werden, noch einmal zur Kasse gebeten: wenn von den Renten der Eltern deren Unterbringung in einem Pflegeheim – auch mit dem geltenden Pflegesatz – nicht bezahlt werden kann, werden die erwerbstätigen Kinder zur Finanzierung herangezogen.
Längst hat es den Anschein, als sei die Familie, die sich Kinder leistet und sich für sie verantwortlich fühlt, ihnen auch eine ihrer Begabung gemäße Ausbildung gewährleisten kann, in der Minderzahl – dabei gibt es keinen Zweifel, dass ein Geschwisterkind gegenüber dem Einzelkind hinsichtlich seiner emotionalen und sozialen Entwicklung einen natürlichen Vorteil genießt.
Im allgemeinen wird angenommen, dass ohnehin die Kinder für die Betreuung und Pflege der Eltern im Alter verantwortlich sind; wenn dies zur Folge hat, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können, gibt es keinen Rechtstitel, der ihnen entgangene Einkünfte erstattet oder im Wege der Erhöhung ihrer Rente ihren Verzicht ausgleicht. Dabei leisten solche pflegenden Kinder unbestreitbar einen hohen Beitrag zur Kostenminimierung im Gesundheitswesen.
Es ist also klug, auf Kinder zu verzichten. Die Gesellschaft wird dadurch allerdings sicherlich nicht menschlicher.

Avaazteam

März 7, 2011

ktionen anregt globalweit,
erdammt alle Verbrechen,
A  ns Licht zieht ihr Rechtlosigkeit!
A  ll Unrecht anzusprechen,
  eigt ihr das Unrecht, stoßt Bescheid!
  raut euch, Schweigen zu brechen!
  in Hoch! Aktionsideen
A  nbahnen Weltverstehen:
M  ahner im Weltgeschehen!

Pakistan-Entschuldung

September 8, 2010

Lieber Herr Niebel,
in Ihrer Eigenschaft als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung spreche ich Sie auf eine zugegebenermaßen unkonventionelle Möglichkeit an, Pakistan in den gegenwärtig riesigen Problemen zu helfen: Es wäre ganz toll, wenn Sie selbst als zuständiger Minister für die Bundesrepublik Deutschland und europaweit nachdrücklich dafür plädierten, dass Pakistan entschuldet wird, um dadurch Ressourcen freizumachen, um die innenpolitische Lage in diesem fragilen Staat zu stabilisieren und das Elend der Bevölkerung zu lindern.
Wenn Sie das Gewicht Ihres Amtes, ihrer Person und Ihrer Partei dabei in die Wagschale werfen, dürfte Ihre Bemühung nicht ganz aussichtslos sein; immerhin wäre es ein Versuch, die Ernsthaftigkeit der internationalen Hilfsbereitschaft zu testen und zugleich die Autorität Ihres Amtes im Kabinett und Ihren Einfluss auf die internationale Finanzwelt, die ja vermutlich als Gläubiger den entscheidenden Beschluss zu fassen hat.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie dieses Anliegen unterstützen oder gar zu Ihrem eigenen machen könnten!
Einen raschen Erfolg dabei wünscht und freundlich grüßt
Eberhard Ockel

Mutterrecht gleich Vaterrecht?

August 13, 2010

Für Väterrecht wird öffentlich gestritten,
Doch Mutterrecht scheint individuell;
um Unterhalt muss Frau noch immer bitten,
zwar rechtlich garantiert, doch hängt der Quell
Der Unterhaltszahlung ab von dem Gelde,
das Mann als Arbeitnehmer wo verdient -
und die Sozialämter sollten in Bälde
den Mann belangen, der sich frech erkühnt,
den Unterhalt bei ihnen abzuladen -
darauf vertrauend, dass ihm nichts passiert,
wenn er verursacht öffentlichen Schaden
beim Steuerzahler, der davon nichts spürt.

Wenn Väter ihren Unterhalt nicht leisten
und Ämter der Kommune diese Pflicht
in Stellvertretung zahlen für die meisten
Zahlungsunwill´gen, die auch zahlen nicht,
wenn wird gelieh´nes Geld zurückgefordert,
und frech behaupten, dass sie nicht das Geld,
zur Zahlung haben, wird oft nicht geordert
gerichtlich Prüfung, ob sich´s so verhält.

Praktisch benachteilt ist indes die Mutter,
die immer nur erhält, was durch Hartz IV
ihr zugewiesen, um davon das Futter
und Kleidung zu bezahlen nach Gebühr.
Der Mann braucht sein Gehalt nicht offenlegen,
solang er brav an das Sozialamt zahlt;
und auch wenn nicht, steht immer sie im Regen -
ein Rechtstitel, mit dem der Staat nur prahlt.

Denn häufig sind die Ämter überlastet
und prüfen nicht die echten Einkünft´ nach,
so dass die Väter bleiben oft unangetastet
und Ansprüche der Mütter liegen brach!
Dass Mütter stets das Armutsrisiko
neben der Sorge für die Kinder tragen,
ist unerträglich, denn das wäre so,
als würd man nur nach Recht, doch nicht nach Praxis fragen!

Zwar ist Recht haben und bekommen nicht das Gleiche,
doch grad die Frauen trifft´s in dem Bereich:
es scheint, dass Mann ganz oft aus Zahlungspflicht sich schleiche,
wenn die Geburt nicht Rechtsfolg´ auslöst gleich:
Eine Kontroll, ob Vater zahlungswillig
oder steht in privater Insolvenz -
Beweispflicht lieg´ beim Vater, der auch billig
so lang mit Straf´ bedroht mit Vehemenz,
so lang er seine Einkünft nicht dem Amt erklärt
und so das Strafverfolgungsrisiko abwehrt.
So wäre gleich verteilt Verantwortung
und mehr verwirklicht Gleichberechtigung!

Gedanken zum Köhler-Rücktritt

Juni 7, 2010

Heimlich, noch unbekannt, als Kandidat vorgeschlagen
 und gegen Schwan und Sodann wider Erwarten gesiegt;
Ohr bald und Auge und Herz am Denken und Fühlen des Volkes:
 Präsident, wie es bald hieß, der unsre Sorgen versteht!
Reden und Handeln des neuen Mannes im Schloss Bellevue schien
 aufmerksam, intuitiv, zeugend von kritischem Geist.
Stets betonte er Verantwortung als die Verpflichtung,
 sich ums Gemeinwohl zu mühn, stützend die Demokratie.
Typisch für seine Amtsführung war auch die Auszeichnung von Frauen:
 Hinter nem Mann, engagiert, gäb´s stets die Frau, die ihm hilft!

Konsequent gab er vielen Frauen das Bundesverdienstkreuz,
 konnte verhindern jedoch nicht, dasss zweierlei Maß
Ordensverleihung von Männern und Frauen bestimmte,
 Frauenquote gering blieb und zufällig oft.
Eine zweite Amtszeit ward ihm bravourös zugesprochen:
 diese entpuppte sich bald krisengeschüttelt wie nie!
Hoffnung auf kooperierende Kräfte zwischen Parteien
 lief ins Leere wie auch, dass sie ihn fragten um Rat.
Leider im Interview nach Kabulbesuch sprach im Flugzeug
 missverständlich er aus: Freihandel rechtfert´ge Krieg
Einschränkend hatte er „auch“ und „notfalls“ dazu noch geäußert,
 aber „Grundgesetzbruch!“ und „Lübke II!“ man gar schrie.
Rücktritt war vollends ein Grund, die Eignung ihm abzuerkennen:
 bundespräsidial halte man aus wohl Kritik!

Frage drängt sich nun auf nach der Rolle des Staatsoberhauptes:
 unabhängiger Kopf oder politisch versiert?
Richtig betrachtet handelt hier ein gefühlvoller Mensch konsequent wohl:
 seine Würde er wahrt, schützt seine Integrität.
Oh, wie wünschte ich mir, dass nun in der Bundesversammlung
 würde gewählt Achim Gauck statt des Parteisoldats Wulff!
Nicht verhehle ich mir die verheerende Wirkung auf Merkel:
 taktische Spielchen nicht mehr! Führung ist jetzt angesagt!
Teuer wär mir das Zeichen, es kündete Reste von Hoffnung:
 dass die Menschlichkeit siegt gegen das Spiel mit der Macht!

Lob des Fahrrads

April 27, 2010

Fahrrad, du mein liebes Tretmobil,
spendest ganz besondres Weltgefühl;
du trainierst des Treters Muskelspiel
und schenkst Radlern Sinngenüsse viel.

Allerdings liebst du auch die Gefahr -
Radlerköpfe sind der Helme bar,
außer sie sind Kleinkinder fürwahr
oder Stürze hab´n bekehrt sie gar.

Höhenunterschiede sind ein Greul,
ist die Radlerin einmal in Eil -
außerdem noch niemand bietet feil
eine Bremsleucht´ als Verkehrsschutzteil.

Radelst du an Straßen mal entlang,
sei dort immer vorsichtig, ja bang:
häufig stört, dass Autos Überschwang
aus der Nebenstraße in die Radbahn drang.

Relativ sind sicher Radlerspuren,
die abständig von der Straße fuhren;
doch sie bessern kaum Rowdykulturen:
immer Autos gibt´s, die Radweg´ überfuhren.

Aber ist die Gegend glatt und eben,
lässt´s sich da als Radler sehr gut leben:
überall kann er dazwischen schweben,
wo die Autostaus vor Wut erbeben.

Doch noch immer „Auto“ wird gedacht,
wenn Verkehr geplant wird. Gebt doch acht,
dass viel mehr für Radler wird gemacht!
Segen für die Umwelt Tag und Nacht!

Schließlich fehlt hier noch der Schlussappell:
Alles geht doch heute viel zu schnell!
Die Entschleunigung ist rasch zur Stell:
Radle ohne Wetterrücksicht! Gell?

Missbrauch

März 23, 2010

Missbrauch füllt täglich Zeitungsspalten:
Man wird in Spannung so gehalten
und das Interesse nicht erkalten
wird bestimmt, das ist garantiert,
wenn Kirche den Skandal anführt.

Dabei macht sich wohl keiner klar,
dass Missbrauch familiär stets war,
dass Opfer waren Kind und Frau-
die Zahl weiß man nicht mal genau! -
die nach dem Missbrauch warn entehrt-
egal von wem – auch wenn gewehrt
Sie hatten sich, sie warn nichts wert.
Die Ihren haben sie verstoßen:
Sie konnten froh sein, mit dem bloßen
Dasein dem Grauen zu entrinnen;
verständlich, dass manchmal von Sinnen
die Armen sich dann selbst entleibt,
weil ihnen nichts mehr übrig bleibt
als schlimmstenfalls Prostitution -
und welcher Mensch wählt die Option?

Und wie hat man sich vorzustellen
nun einen von den Missbrauchsfällen?
So wird ein Mädchen oft missbraucht:
der Vater, Onkel, Pate haucht
Ihr leise lächelnd mal ins Ohr:
schieb doch mal rasch den Riegel vor!
Und was sich dann zu zweit ergibt,
dafür er ihr die Schuld zuschiebt:
Sie hab sich förmlich angeboten,
herausgekitzelt mit den Pfoten…
auch soll sie halten es geheim
und wenn sich fruchtbar weist der Keim,
so findet sich ein Helfer noch,
der ausschabt, was kroch in das Loch;
und bleibt sie dadurch unfruchtbar
und klagt darob, dann ist’s nicht wahr!
Das bildet sie sich ja nur ein!
Er kann das nicht gewesen sein!

Herr Westerwelle, was wird aus der Außenpolitik?

Februar 23, 2010

Lieber Herr Westerwelle,
über all dem Medienrummel um Hartz IV, den Sie angezettelt haben, scheinen Sie ganz das Amt zu vergessen, das sie innehaben! Auf zwei dringende „Baustellen“ möchte ich Sie hinweisen:
1.: Israel scheint aus der Sicht der Bundesrepublik geradezu einen Freibrief zu genießen, der es von aller Kritik freistellt. Dabei kommt es – wie jüngst im Fall des Mordes durch den israelischen Geheimdienst – immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen, ja zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Die Trennmauer, die die palästinensischen Gebiete von den israelischen Siedlungen abtrennt, schafft Fakten, die schon jetzt eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung der Palästinensergebiete unmöglich macht. Die wachsende Zahl von israelischen Kontrollstellen – angeblich zum Schutz der Siedler – eingerichtet, führt zu Willkürakten der israelischen Armee, immer wieder zu Übergriffen gegenüber der Zivilbevölkerung, wenn nicht sogar zu Drangsalierungen oder zu Gewalttätigkeiten, die dann gewöhnlich mit palästinensischen Provokationen begründet werden.
Gegen eindeutige Vertragsvereinbarungen und UNO-Resolutionen setzt Israel die Siedlungspolitik auf den Golanhöhen und im Westjordanland fort, macht durch bürokratische Vorschriften und Willkürakte die arabischstämmigen Bewohner Ostjerusalems zu Menschen/Bürgern zweiter Klasse und prolongiert völlig ungerührt durch ausländische und inländische Proteste seine Expansions- und Unterdrückungspolitik auf Kosten der Palästinenser.
2.: Die Bundesrepublik hat sich gegenüber dem außereuropäischen Ausland erfolgreich eingeigelt und mit dem Schengener Abkommen die Asylproblematik im Inland fast gegen Null gesenkt. Die ungerechte Lastenverteilung innerhalb der EU stinkt zum Himmel: Griechenland, Italien und Spanien sind die Hauptanlaufziele für Asylsuchende aus Afrika und Mittelasien. Da Deutschland sich von europäischen Nachbarn umgeben weiß, kann – außer über den Luftweg – kein Asylant mehr in der Bundesrepublik Asyl beantragen. Zudem entsprechen die von ihrem Amt an die Asylprüfstellen gegebenen Dossiers über die innenpolitische Stabilität in den Herkunftsländern, wie von Pro Asyl nicht selten festgestellt, nicht immer den Realitäten. Wie sonst wäre das Element in den Kosovo abgeschobenen Sinti und Roma zu erklären, die wie eh und je einem massiven fremdenfeindlichen Ressentiment ausgesetzt sind, von gewalttätigen Übergriffen ganz zu schweigen.
Man merkt wenig von Ihrer liberalen Überzeugung – Mut wäre angesagt und annähernd so schrille Töne wie neuerlich zu Hartz IV. Was in Israel und in der Asylfrage in Deutschland geschieht, tritt freiheitliche Prinzipien mit Füßen!
Es wäre Zeit, sich in Ihr Amt als Außenminister ähnlich liberal und auf Menschenrechte bedacht zu bewähren, wie Sie es im Innern stets betonen! Oder sind Sie wirklich nur an ihrer eigenen Popularität interessiert?
Es gibt in Ihrer Partei genügend Vorbilder, an denen Sie sich messen könnten! Und in Ihrem Amt gibt es genügend Herausforderungen! Beweisen sie Ihre Tatkraft als liberaler Politiker auch in diesen drängenden außenpolitischen Feldern!
Dies wünscht sich mit hoffnungsfrohen Grüßen
Eberhard Ockel


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