Lob des Fahrrads

Fahrrad, du mein liebes Tretmobil,
spendest ganz besondres Weltgefühl;
du trainierst des Treters Muskelspiel
und schenkst Radlern Sinngenüsse viel.

Allerdings liebst du auch die Gefahr -
Radlerköpfe sind der Helme bar,
außer sie sind Kleinkinder fürwahr
oder Stürze hab´n bekehrt sie gar.

Höhenunterschiede sind ein Greul,
ist die Radlerin einmal in Eil -
außerdem noch niemand bietet feil
eine Bremsleucht´ als Verkehrsschutzteil.

Radelst du an Straßen mal entlang,
sei dort immer vorsichtig, ja bang:
häufig stört, dass Autos Überschwang
aus der Nebenstraße in die Radbahn drang.

Relativ sind sicher Radlerspuren,
die abständig von der Straße fuhren;
doch sie bessern kaum Rowdykulturen:
immer Autos gibt´s, die Radweg´ überfuhren.

Aber ist die Gegend glatt und eben,
lässt´s sich da als Radler sehr gut leben:
überall kann er dazwischen schweben,
wo die Autostaus vor Wut erbeben.

Doch noch immer “Auto” wird gedacht,
wenn Verkehr geplant wird. Gebt doch acht,
dass viel mehr für Radler wird gemacht!
Segen für die Umwelt Tag und Nacht!

Schließlich fehlt hier noch der Schlussappell:
Alles geht doch heute viel zu schnell!
Die Entschleunigung ist rasch zur Stell:
Radle ohne Wetterrücksicht! Gell?

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